Vodafone vs. Android

Betriebssysteme für mobile Systeme werden irgendwie kaskadenförmig verteilt. Zunächst bringt der Entwickler eines Betriebssystems eine neue Version raus, dann entscheiden die Hersteller ob und wann sie Anpassungen für bereits verkaufte Systeme auf den Markt bringen. Das war schon zu Windows-Mobile-Zeiten so und ist immer noch so. Während man auf den PC im Wesentlichen frei entscheiden kann, welches Betriebssystem man in welcher Version benutzt ist man bei PDAs bzw. Smartphones auf das Wohl und Wehe der Hersteller angewiesen.

Neu ist eine weitere Kaskadenstufe. Die Abhängigkeit vom Verkäufer des Gerätes. Diese Erfahrung machen derzeit Käufer eines HTC-Desire (ein sehr gutes Gerät, macht wirklich viel Spaß), die Ihr Gerät bei Vodafone gekauft haben. Während diejenigen, die Ihr Gerät am freien Markt gekauft haben, seit ca. einer Woche glückliche Nutzer von Android 2.2 sind, warten die Kunden von Vodafone und Telekom noch auf das Update. Dabei ist es unerheblich, ob man das Gerät im Rahmen eines Vertrages gekauft haben oder ohne Vertrag einfach so.

Nun war es aber soweit: Vodafone hat ein Update frei gegeben und „over the Air“ verteilt. Wer es installiert hat, den erwartete eine böse Überraschung. Statt des sehnlich erwarteten Android 2.2 gab es lediglich ein paar Vodafone-Programme, die man nicht löschen kann, ein Vodafone-Logo und viele Softwareprobleme, z.B. sehr viel mehr Datentrafic und deutlich kürzere Akkulaufzeit.

Die ganze Geschichte kann man hier, hier und hier lesen. Und viele interessante Kommentare gibt es derzeit auf der Facebookseite von Vodafone.

Damit fühle ich mich im Nachhinein bestätigt, dass wir seinerzeit das Desire bei Amazon und nicht bei der Telekom oder Vodafone gekauft haben. War zwar ein paar ein paar Euro teurer, aber viel viel weniger Ärger im Anschluss.

Merksatz: Telkos sind böse. Mit denen vermeidet man jeglichen unnötigen Umgang.

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