Tot ohne gelebt zu haben

Friedhöfe bieten oft sehr schöne Foto-Motive. Besonders, wenn es sich dabei um einen alten Friedhof wie den Melaten-Friedhof in Köln handelt.

Bei einem Spaziergang über den Friedhof begleitet mich unweigerlich ein melancholisches Gefühl. Ich lese Namen, Geburts- und Sterbedaten, den letzten Gruß der Angehörigen. Ich stelle mir dann immer vor, was mögen diese Menschen für ein Leben gelebt haben, was erzählen die Gräber über die Toten, die gegangen sind und über die Lebenden, die blieben. Ich denke über den die Endlichkeit meines eigenen Lebens nach, was ich bisher mit dem Leben gemacht habe und was ich noch machen will.

Ein Bereich des Friedhofs ist anders. Hier liegen die Toten, die nie eine Chance auf ein Leben hatten. Gräber, bei denen das Geburtsdatum und das Todesdatum so schrecklich nah bei einander liegen, Gräber bei denen der Geburts- und der Todestag oft identisch sind. Gräber für Säuglinge und Babies.

Es sind Gräber, die von Eltern gestaltet wurden, die nie das Lachen ihrer Kinder gehört haben, die nie etwas für ihre Kinder tun konnten, außer ein liebevolles Grab herzurichten, das oft nach vielen Jahre noch gepflegt wird.

Die Kindergräber auf dem Melaten-Friedhof:

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