2. Tag Photokina: Eintritt in die 3. Dimension

Heute mit dabei: Leica, FujiFilm, Nikon, Sony, Canon und ein paar Tiere

Eigentlich wollte ich mich heute nochmal dem Dreikampf zwischen Sony, Nikon und Canon widmen und hatte eigentlich vor, alle drei Kameras kurz hintereinander in die Hand zu nehmen und zu vergleichen. Das scheiterte aber am allgemeinen Interesse an den Kameras. So sah es zum Beispiel keine 5 Minuten nach Öffnung der Messe am Canon Stand aus:

Der Canon-Stand wird belagert

Der Canon-Stand wird belagert

Im Laufe von 2 Messetagen habe ich aber alle drei Kameras mal in die Hand bekommen. Aufgrund der langen Zeit zwischen dem begrabbeln der Kameras muss ich mich bei dem Vergleich aber zum Teil auf mein Gefühl verlassen. Wenn man die drei Kameras direkt neben einander liegen hat, mag man zu anderen Einschätzungen kommen.

Bei allen drei Kameras kann man sich über den Sucher nicht beklagen. Allerdings ergeben sich in Bezug auf die Abdeckung des Autofokus ziemliche Unterschiede. Während sich die Autofokusfelder der Sony sowie der Canon ziemlich in der Suchermitte konzentrieren deckt der Autofokus der Nikon ein deutlich größeres Gebiet ab. Der Punkt geht an Nikon.

Das Look & Feel der Canon entspricht weitesgehend der alten EOS 5D sowie der EOS 50D. Allerdings hätte ich hier eine kleine Anmerkung zu machen. Bei den EOS 40D, EOS 50D und sogar bei der EOS 5D liegt der Knopf für die Beleuchtung links neben den Einstellknöpfen direkt neben dem Pentaprisma. Weiß der Henker, warum die Designer in bei der EOS 5D Mark II ganz rechts neben die Einstellknöpfe platziert haben. Genau dort, wo man bei den anderen Kameras hingreift, wenn man die ISO-Einstellung verändern will. Ich denke mal, da werden sich noch einige ärgern, der mehrere Gehäuse parallel benutzen. Canon, dass muss nicht sein!!!

Die Nikon dürfte Nutzern von einer D200, D300 oder auch einer D3 keine Rätsel aufgeben. Mir aber schon, da ich keine Erfahrung mit den genannten Kameras habe. Deshalb sind mir auch keine eventuell vorhandenen Inkonsistenzen in Bezug auf die Bedienung aufgefallen.

Aufgefallen bei der Sony ist mir das Statusdisplay auf der Gehäuseoberseite. Erstmalig gibt es bei einer Sony Alpha SLR so ein nützliches Display. Nun mag man es mit fehlender Erfahrung erklären, aber hätten sich die Ingeneure nicht mal bei der Konkurrenz anschauen können, was man alles an nützliche Informationen dort angeben kann. So ist es nur eine Sparversion geworden. Apropos, auch im Sucher könnte man noch einige Angaben mehr machen, z.B. die eingestellte ISO-Zahl. Aber ansonsten sieht sie schon beeindruckend aus, die Gute.

Sony Alpha 900

Sony Alpha 900

So, dass wars von mir zu den drei Kameras. Die inneren Werte wird man dann der Fachpresse entnehmen können. Ich wette, dass die Redakteure schon ungeduldig mit den Hufen scharren.

Fotos in der dritten Dimension

Meine persönliche Überraschung des Tages habe ich am Stand von FujiFilm gefunden. Eine digitale 3D-Kamera. Die Kamera fotografiert mit zwei Linsen und gibt 3D-Bilder an speziellen 3D-LCDs aus und man kann sogar mit speziellen Druckern 3D-Bilder drucken.

Digitale 3D-Fotografie

Digitale 3D-Fotografie

Ein 3D-Monitor

Ein 3D-Monitor

Das ganze funktioniert ohne Brille. Das ganze ist nur ein bisschen Standortabhängig. Wenn man zuweit vorne oder hinten steht, ist der Effekt nicht oder nur schwach vorhanden. Mich erinnerte das an die 3D-Drucke, wie man sie manchmal auf CD-Covern oder ähnlichem hat. Diese komischen Bilder mit der rauen Oberfläche. Leider konnte mir die Hostess nicht sagen, wie das ganze funktioniert. Auch wenn die Qualität der Bilder nicht an „normale“ Fotos heranreicht, ist das ganze doch eine schöne Spielerei. Mal sehen, wie das ganze aussieht, wenns ausgereift ist.

Nachtrag zum Leica S-System

Leica hat den Redakteuren von PROFIFOTO schon vorab ein paar Infos zu der neuen S2 gesteckt. So steht in der aktuellen Ausgabe, dass die Sensorgröße mit 30×45 mm zwischen Kleinbild und kleinem Mittelformat liegt. Die Auflösung soll bei 37 Megapixel liegen. Bildfrequenz liegt bei bis zu 2 Bildern pro Sekunde. Das Gehäuse soll nur 10% größer als eine R9 sein (kam mir mehr vor, allerdings standen die beiden Kameras nicht direkt neben einander in der Vitrine).  Als Verkaufsstart wird Mitte 2009 angepeilt. Dann sollen 4 Festbrennweiten auf dem Markt kommen. Später folgt noch ein Zoom und ein TS-Objektiv. Die Objektive sollen qualitativ das Beste sein, was überhaupt möglich ist (Alles andere wäre bei Leica aber auch eine Enttäuschung). Das Besondere an den ersten Objektiven ist, dass sie mit einem Zentralverschluss ausgerüstet sind. Und das, obwohl die Kamera selbst mit einem Schlitzverschluss daher kommt. Leider wird aus dem Text nicht ganz deutlich, ob man nun an der Kamera einstellen kann, welcher Verschluss zum Zuge kommt oder ob der Schlitzverschluss für spätere Objektive ohne Zentralverschluss gedacht ist. Im Moment tippe nach der Formulierung in der Zeitschrift auf Letzteres.

Über Preise schweigt sich Leica noch aus. Es soll sich aber auf dem Niveau der Mitbewerber bewegen.

Flieg Vogel flieg

Wie in den letzten Jahren auch, ist auch diesmal wieder das Wildgehege Hellenthal mit ihren Greifvögeln zu Gast.  Wie immer eine gute Gelegenheit um auszuprobieren, ob der Autofokus an der neuen Kamera wirklich so gut ist, wie der Hersteller versprochen hat. Wobei das erste Problem bei mir bereits darin bestand, die Viecher mit meinem 200mm-Objektiv überhaupt aufs Bild zu bekommen, egal ob nun scharf oder unscharf. Am Ende waren dann aber eine Handvoll Bilder dabei, die was geworden sind.

Und zum Schluss noch ein besonderes Tier, dass mir beim Canon-Stand untergekommen ist. Keine Ahnung ob es sich nur ein Bild von den neuen Kameras machen wollte oder ob es zur Crew gehörte und die Makro-Objektive vorstellen sollte

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