3. Tag Photokina: Zurück in die Zukunft

Heute mit dabei: Lomo, FujiFilm, Cosina und Minox

Die Zukunft ist analog, zumindest für Lomografen. Dazu bietet die lomografische Gesellschaft natürlich auch eine Vielzahl an interessanten Kameras, die das Herz eines jeden qualitätsbewussten analogen Fotografen höher springen läßt.

Also mich erinnert dass an die Kameras, die es früher an der Losbude auf der Kirmes gab. Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind mal mein ganzes Kirmesgeld in Lose investiert habe, um eine Kamera zu bekommen. Heute kostet es ein Vielfaches, aber besser sind die Bilder deswegen auch nicht. Und nein, ich kann nichts mit dem grundsätzlichen Gedanken hinter der Lomografie anfangen. Aber auch hier gilt, es möge jeder nach seiner Facon glücklich werden.

Die lomografische Gesellschaft vertritt auf der Photokina mit ihrer Aussage eine ganz klare Mindermeinung. Allerdings kann man auch nicht sagen, dass die analoge Fotografie tot sei. Sie riecht halt nur komisch. Eine große Rolle spielt analoge Fotografie, wie schon auf der letzten Photokina, jedoch nicht mehr. Nikon hat zumindest seine F6 mitgebracht, bei Canon habe ich die EOS 1v nicht gesehen (wobei ich aber auch nicht danach gesucht habe). Bei Leica gibts noch analoge Ms und Rs zu bewundern. Damit dürfte man dann aber auch das relevante analoge Kleinbildangebot komplett abgegrast haben.

Aber tot ist Analog noch nicht. FujiFilm und Kodak zeigen weiterhin ihre Filme und haben auch wieder Filme ins Angebot genommen, die eigentlich schon längst ausgelistet waren. FujiFilm hat sogar eine neue Mittelformatkamera (6×7) zusammen mit Cosina entwickelt. Cosina dürfte den wenigsten ein Begriff sein, obwohl wahrscheinlich einige bereits mit Produkten der Firma in Kontakt gekommen sind. Zum einen ist Cosina der Hersteller von Objektiven im unteren Preissegment, die unter den Handelsmarken Soligor und Voigtländer auch in Deutschland vertrieben wurden/werden und hinsichtlich ihrer Qualität einen gewissen Ruf haben. Unzweifelhaft hochwertig sind jedoch die ebenfalls von Cosina hergestellten Messsucherkameras „Bessa“ und die dazu gehörigen Objektive. Und wahrscheinlich soll die neue Kamera ebenso als hochwertige aber preisgünstige Kamera positioniert werden. Dazu passt auch, dass die Kamera außerhalb von Japan unter der Bezeichnung Voigtländer BESSA III vertrieben werden soll.

Und eine weitere Neuheit hat FujiFilm aus dem Hut gezaubert. Eine Sofortbildkamera:

Instant-Kamera von FujiFilm

Instant-Kamera von FujiFilm

Doch halt. So neu ist die gar nicht. Vor Jahren hatte ich mal eine Sofortbildkamera von Fuji gekauft, die sah fast genauso aus. Als ich letztes Jahr umgezogen bin, hab ich sie weg geschmissen. Ich dachte, das System sei in der Zwischenzeit tot. War wohl etwas voreilig.

Und noch ein anderer alterehrwürdiger Hersteller will zu seinen Wurzeln zurück. Minox. Jahrelang hat die Firma erfolgreich eine Nische mit ihren Kleinstbildkameras (sehr beliebt bei Geheimagenten) besetzt. Da will man jetzt auch wieder hin und hat das digitale Pendant entwickelt.

Minox DSC (d.h. Digital Spy Camera)

Minox DSC (d.h. Digital Spy Camera)

Wobei, noch besser hat mir ja die geheime Gürtelkamera,

die geheime Sonnenbrillenkamera

und die geheime Kugelschreiberkamera gefallen

Unentbehrlich für den Geheimagenten und großer Spaß in jeder Damenumkleide 😉

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