Die neue Creative-Cloud von Adobe: Eine Katastrophe für den Kunden

Diese Woche hat Adobe angekündigt, dass die Kreativsoftware der CS-Suite nicht mehr weiterentwickelt wird. Neue Versionen von Photoshop und Co. wird es nur noch noch im Abo der bereits seit einem Jahr erhältlichen Creative Cloud geben. Der Vorteil für den Kunden liegt auf der Hand: Statt alle 18 bis 24 Monate ein großes Update gibt es laufend kleine Updates, die neue Funktionen bringen. Ein konstanter Strom von Updates für den Nutzer, der immer mit der aktuellsten und performantesten Software arbeiten kann Das Ganze zu einem moderaten und kalkulierbaren Preis, der es auch Hobbyisten möglich macht, auf die Gesamtheit der Kreativprogramme zuzugreifen.

Quatsch!!! Wer das glaubt, bekommt seine Geschenke auch noch vom Weihnachtsmann.

Mit dem CC-Update dieses Jahr und vielleicht noch ein Update im nächsten Jahr kommt nochmal ein dickes Packet an neuen Funktionen, damit auch der letzte CS 6-Nutzer ins Abo wechselt. Dann wird Adobe die Weiterentwicklung der Software praktisch einstellen und nur noch Bugfixes (wenn überhaupt) bringen. Warum sollte Adobe denn noch viel Geld in die teure Entwicklung stecken, wenn die Kunden auch so jeden Monat Geld überweisen?

Mehr noch: Für weniger Leistung wird Adobe demnächst mehr Geld verlangen. Solange ich die Option habe ein Update mitzunehmen oder auszulassen, muss Leistung (Software) und Gegenleistung (Geld) in einem Verhältnis stehen, bei dem der Käufer den subjektiven Eindruck hat, dass er mehr bekommt als er ausgeben muss. So soll noch Nutzer geben, die mit Photoshop 7 zufrieden sind. Wenn es keine Entscheidung mehr gibt, ob ich kaufe oder nicht, dann ist auch der Preis irrelevant geworden. Also wird Adobe in absehbarer Zeit anfangen, die Preise zu erhöhen. Schließlich fehlt die Möglichkeit, sich mit der aktuellen Softwareversion zu bescheiden. Wenn man das Abo kündigt, ist man raus. Und da es praktisch keine Alternativen gibt ist man gefangen. Adobe nimmt den Kunden als Geisel.

Fazit: Die Einstellung des Einzelverkaufs der CS-Version und die Umstellung auf ein Abo-Modell werden dazu führen, dass auf mittlere Sicht die Weiterentwicklung der Software praktisch eingestellt wird und gleichzeitig die Preise drastisch erhöht werden. Adobe nimmt den Kunden als Geisel, weil es keine Alternative mehr gibt.

Sehr schön ist die Kritik in diesem Youtube-Video zusammengefasst.

 

 

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