Wer hat’s erfunden…

Eine interessante Geschichte:

Ende der 70er Jahre hat „die tageszeitung“ besser bekannt als „die taz“ ein Logo gesucht und in Form einer Tatze gefunden.

Anfang der 80er Jahre hat sich eine Firma gegründet, die in dem wachsenden Markt der Outdoorbekleidung tätig sein wollte und hat ebenfalls ein Logo gesucht. Da zum Name „Jack Wolfskin“ eine Tatze irgendwie cool kommt und die taz aus Schusseligkeit ihr Logo nicht hat schützen lassen, hat Jack Wolfskin das taz-Logo einfach geklaut ein Logo entwickelt, dem man eine gewisse Ähnlichkeit zum taz-Logo nicht abstreiten kann.

Da die Herren von Jack Wolfskin aus eigener Erfahrung wissen, wie wichtig es ist, das man sein geistiges Eigentum schützt, haben sie ihr Logo dann natürlich markenrechtlich gesichert. Und damit jeder weiß, das man nicht so einfach mal das Jack Wolfskin-Logo mißbräuchlich verwendet, wurde später der taz verboten, ihr eigenes Logo auf diversen Merchandise-Produkten zu benutzen. Wo käme man denn auch dahin hin, wenn das jeder täte.

Und nun kommt das nächste Kapitel. Derzeit mahnt Jack Wolfskin reihenweise Leute ab, die Handarbeiten auf einer Handelsplattform anbieten und dabei Pfötchenmotive benutzen. Die ganze Geschichte liest man hier beim Werbeblogger.

War es bei Jako seinerzeit Dummheit, gepaart mit gierigen Anwälten, so glaube ich bei Jack Wolfskin steckt System dahinter. Die waren mir schon unsympathisch, als ich das erste Mal gelesen habe, wo die ihr Logo herhaben. Aber wenn ich jetzt schreiben würde, was ich von denen halte, wäre mir eine Beleidigungsklage sicher. Wieder eine Firma, von der ich garantiert kein Produkt mehr kaufe.

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