Jazz Rally 2010 – Der zweite Tag

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Das Schöne an der Jazz Rally ist das weite Spektrum des  Jazz an sich und der Bands. Auch bei der Art der Präsentation findet man ganz unterschiedlichste Ansätze. Ernst, lustig oder auch albern. Die erste Band, die wir uns am Samstag anguckten fiel eher in letztere Kategorie: Schräg – die utimaltive Blaskapelle. Auch wenn es sicherlich fünf ganz hervorragende Musiker sind, den besonderen Charme der Kapelle macht definitiv der Saxophonist aus, der mit seinen launigen Ansagen und Unterhaltungen mit dem Publikum schon den einen oder anderen Lacher auf seiner Seite hatte.

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Echt schräg

Dass man die Band dann auch noch bei herrlichsten Wetter direkt am Rhein an den Kasematten bei einem Weizen sehen konnte, machte den Auftritt dann perfekt. Ein gelungener Auftakt für den zweiten Tag.

Die nächste Band gehörte eigentlich nur am Rande zur Jazz Rally. Das Bestattungsunternehmen Salm enterte die Jazz Rally für ihren Tag der offenen Tür und platzierte vor selbiger eine Dixieland-Kapelle: PowerKraut. Die Band gehörte auch eher zu den humorigen Vertretern ihrer Zunft („Bestattungen Salm hat ja heute Tag der offenen Tür. Sollten Sie unbedingt mal reingehen. Aber sehen Sie zu, dass sie auch wieder rauskommen“). Die Band konnte man sich sehr gut anhören bzw. ansehen und die größere Menschenansammlung vor dem Geschäft  so wie das zufriedene Gesicht des Firmenvertreters auf dem Foto unten lässt darauf schließen, dass der Coup nicht unerfolgreich war.

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Das musikalische Highlight des Tages war dann die Nils Wülker Group. Der Name sagte mir vorher nichts (was nicht verwunderlich ist, keine Band auf der Jazz Rally sagte mir als Musikbanausen vorher etwas). Aber da sich bereits eine halbe Stunde vor Einlass eine lange Schlange vor dem Eingang gebildet hatte, scheint er nicht ganz unbekannt zu sein.

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Die Band um den Trompeter Nils Wülker, bestehend aus eher jüngeren Vertretern ihrer Zunft, war locker im Auftritt aber erstklassig in der Musik. Zur Beschreibung zitiere ich mal das Programheft: „Dass diese Musik ihre Wurzeln im Jazz hat, aber Pop, Klassik und die modernen Singer und Songwriter nicht außer Acht lässt, hört man gerne.“ Ich hab das mal für mich so übersetzt, dass die Musik eingängiger als reiner Jazz ist und deshalb auch etwas für Leute, die eher weniger mit der reinen Jazzlehre anfangen können (also was für mich).

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Nils Wülker

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Jan von Klewitz

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Edward Maclean: Bassisten sind doch die Coolsten. Während seine Kollegen teilweise eine Gesichtsmimik an den Tag legten, die auf höhste Ekstase hindeutete, stand er meist wie unbeteiligt rum und zupte sein Instrument

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Lars Duppler

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Arne Jansen

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Der Schlagzeuger Groovem.. ähm Jens Dohle. Kann einem bekannt vorkommen.

Zum Tagesabschluss sind wir dann noch ein bisschen Straßenbahn gefahren. Zusammen mit Tohuwabohu. Zum Fotografieren war es eher ungünstig, aber ich konnte endlich sitzen 😉

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Das war der zweite Tag. Der dritte und letzte Tag kommt dann Mitte der Woche. Es wird nochmal spannend.

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