Lightroom 3 – bisher noch viel Schatten und wenig Licht

Nachdem die ersten Reviews zu Lightroom 3 in Film, Funk und Fernsehen sehr euphorisch waren, habe ich dann auch das Update gekauft, installiert und noch viel schlimmer, sofort meinen Bilder-Katalog in die neue Version umgewandelt. Ein großer Fehler!

Zunächst vorweg: Das sind meine ganz persönlichen Erfahrungen. Vielleicht bin ich die Ausnahme, vielleicht habe ich einfach Pech gehabt. Insgesamt scheint ja eine große Zufriedenheit mit Lightroom 3 zu herrschen.

  • Lightroom 3 bringt für die Raw-Entwicklung eine neue Rendering-Engine mit. Die soll zum Teil dramatisch besser sein. Die Rendering-Engine wird allerdings nur bei neu importierten Bildern genutzt. Alte Bilder werden zunächst nicht verändert. Erst wenn man explizit den Befehl dazu gibt werden sie neu berechnet. Das erlaubt dann einen Vorher-/Nachhervergleich. Und wenn man den ersten Berichten glaubt, sind die aktualisierten Bilder im besten Fall dramatisch besser, im schlechtesten Fall unverändert. Ich habe nur ein paar Bilder zur Probe mit dem neuen Mechanismus umgewandelt. Meine Erfahrung ist, dass die Bilder im besten Fall unverändert sind, im schlechtesten Fall etwas schlechter. So hat LR in einem Bild einen Farbsaum eingerechnet, der vorher nicht da war und in einem anderen Fall eine Art Geisterbild an einer scharfen Kante. Alles nicht dramatisch, weil nur in der 1:1-Ansicht bemerkbar, aber halt doch keine Verbesserung. Für eine Bewertung der Engine ist es für mich jedoch zu früh, da ich die Bilder nicht weiterverarbeitet habe. Möglicherweise zeigt sich der Vorteil der neuen Engine erst, wenn man in der Nachbearbeitung an die Grenzen der jeweiligen RAW-Aufnahme geht. Ein Selbstläufer zu automatisch besseren Bildern scheint es jedenfalls nicht zu sein.
  • Viel schlimmer ist für mich jedenfalls ein anderes Problem: Offensichtlich hat Lightroom 3 unter bestimmten Voraussetzungen ein Problem mit der Speicherverwaltung. Es frisst Speicher wie das Krümelmonster Kekse. Und genauso wie das Krümelmonster, bei dem man eigentlich erwartet, dass es irgendwann platzt, hält es eine relativ schlanke Linie, die Kekse der Speicher ist aber trotzdem weg.
    Konkret sieht das so aus: Ich habe 6GB Ram und benutzte Vista Ultimate in der 64-Bit-Version. Damit auch LR 3 als 64-Bit Programm. Bevor ich Lightroom starte habe ich etwa 1,7 GB Ram belegt. Nach dem Start und laden des Katalogs sind 2 GB Ram belegt. Ausweislich des Taskmanagers nutzt LR etwa 300 MB. Wenn ich jetzt durch meinen Katalog gehe und mir Bilder anschaue, steigt die Speichernutzung von LR auf ca. 1,5 GB. Das sollte dann eine Gesamtspeichernutzung von etwa 3 bis 3,5 GB Ram ergeben, also mindestens 2,5 GB sollten frei bleiben. Tatsächlich sinkt der freier Speicher auf 500 MB herab und gleichzeitig wird LR quälend langsam. An dieser Stelle muss ich das Programm beenden, andernfalls stürzt es ab.
    Wenn LR beendet wird, wird der gesamte Speicher wieder freigegeben und man kann von vorne anfangen. Als ich gestern die Bilder von einem Fotoausflug (ca. 1.200) zum löschen, bewerten und verschlagworten durchsehen wollte, musste ich alle 10 bis 15 Minuten durch diese Prozedur gehen. Ein flüssiges Arbeiten ist damit nicht notwendig.
    Ich denke nicht, dass das ein Problem ist, dass bei jedem auftritt. Aber alleine bin ich mit dem Problem auch nicht: –>siehe Adobe-Forum
    Ich habe wegen diesem Problem mal eine Support-Anfrage bei Adobe gestartet. Da bin ich wirklich gespannt, wie schnell und kompetent der Support ist. Ich hoffe auf einen schnellen Patch/Hotfix, denn so ist das Programm für mich im Moment praktisch nicht nutzbar.

Nachtrag: Mit Version 3.2 ist das Speicherproblem (zumindest bei mir) gelöst.

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Eine Antwort auf Lightroom 3 – bisher noch viel Schatten und wenig Licht

  1. toni capaul sagt:

    für foto import nicht zu gebrauchen.
    Sehr langsam.
    Bei jedem klick auf der rechten seite quälendes warten. Bei Fotobeabeitung / Diashow usw. ok.
    Wart auf ein Uptat,aber auf ein nützliches
    Bis dahin vergesse ich Lihtroom für den Improt.

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