Fotowettbewerb: Lichter meiner Stadt

fotowettbewerb-lichter-meiner-stadtDie Webseite acrylglas-foto.de, einem Anbieter von u.a. Acryl-Glas-Fotos, richtet derzeit einen Fotowettbewerb aus. Bis zum 23.10 kann man noch Bilder zu dem Thema „Lichter meiner Stadt – Lichtspiele im Dunkeln“ einsenden. Als Gewinn winkt ein Stativ im Wert von 150 Euro.

Die Teilnahmebedingungen erscheinen fair. Es handelt sich anscheinend nicht um einen dieser Wettbewerbe, bei denen es den Veranstaltern darum geht, möglichst kostenneutral viele Bilder für die eigene Werbung einzusammeln. Man überträgt also nicht alle Verwertungsrechte exklusiv auf den Veranstalter. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass man die Veröffentlichung der Bilder, der man zustimmt, etwas spezifiziert. Alles in allem denke ich aber, dass man teilnehmen kann.

Teilnahmebedingungen
Die Teilnahme am Fotowettbewerb ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind volljährige Personen. Der Teilnehmer versichert mit der Einsendung, dass das Foto frei von Rechten Dritter ist. Alle Fotos, die bis einschließlich Mittwoch 23.10.2013 eingehen, werden berücksichtigt. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt durch Acrylglas-Foto.de am 24.10.2013. Der Teilnehmer erklärt sich mit der Veröffentlichung des Fotos, seines Namens und des Wohnortes einverstanden. Der Gewinner wird per Email informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Datenschutz
Personenbezogene Daten, die Acrylglas-Foto.de im Rahmen der Teilnahme übermittelt werden, werden ausschließlich zum Zwecke der Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels gespeichert.

 

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Bug in LR 5 – Betrifft Bilder, die ursprünglich einmal in Lightroom 1 & 2 importiert wurden

Wir erinnern uns: In Lightroom 4 gab es einen sehr ärgerlichen Bug beim Import von LR3-Katalogen (siehe hier): Änderungen an der Gradationskurve wurden bei dem Import nicht berücksichtigt. Dieser Fehler konnte im Rahmen des öffentlichen Betatests nicht gefunden werden, weil Adobe in der Betaversion immer die Möglichkeit des Katalogimportes abklemmt.

Auch in der LR5-Beta war der Katalogimport nicht möglich. Deshalb enthält auch die finale Version von LR5 wieder einen sehr überflüssigen Bug. Diesmal betrifft es alle Bilder, die ursprünglich einmal mit Lightroom 1&2, also in der Prozessversion 2003, importiert wurden. Wenn bei diesen Bildern im Protokoll der erste (älteste) Eintrag markiert wird, legt Lightroom direkt über diesem Protokollschritt einen neuen Eintrag namens „Vignettenstil nach Freistellen: Farbüberlagerung“ an.

Dies kann in zwei Situationen passieren:

  • Eine Datei wird im Entwicklen-Modul geöffent, die bisher noch nicht bearbeitet war. Lightroom legt einfach den neuen Eintrag an, er hat aber keine Auswirkungen auf das Bild.
  • Das Bild wurde bereits bearbeitet. Der Protokollzeiger steht am Ende des Protokolls. Nun passiert zunächst nichts. Wenn man aber vergleichen will, wie sich die Bearbeitung auswirkt und man springt dabei auch auf den ersten (ältesten) Protokolleintrag, wird das gesamte Bearbeitsprotokoll unwiderrufllich gelöscht. Auch mit STRG+Z kommt man nicht weiter. Man hat sich die Bearbeitung damit zerschossen!!!
LR5-Bug-2

Protokollpalette nach Import. In dem importierten LR-Katalog wurde zumindest ein Bearbeitungsschritt für das Bild vorgenommen.

Screenshot des LR5 Bugs

Die Protokollpalette, nachdem der erste Bearbeitsschritt angewählt wurde.

Dieser Fehler mag nicht so katastrophal sein, wie der Gradationskurven-Bug in LR4, aber er ist äußerst ärgerlich, insbesondere weil er unnötig ist. Hätte man den Import von Katalogen in der Betaversion erlaubt, wäre der Fehler wahrscheinlich gefunden worden und hätte in der finalen Version korrigiert werden können.

Adobe: Es ist nicht schlimm, Fehler zu machen. Aber man sollte aus den Fehlern, die man macht lernen: Bitte, Bitte, bei LR6 sollte in der Beta-Version der Katalogimport möglich sein. Damit solche Fehler gefunden werden können und man keine Daten verliert, wenn man mit dem neuen Programm produktiv geht.

Als erstes scheint Tom Striewisch das Problem hier beschrieben zu haben.

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Mit Version 5.2 wurde das Problem behoben

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Topaz Clarity – Klarheit gedopt

Topaz Labs hat letzte Woche das neue Plugin „Topaz Clarity“ veröffentlicht. Zur Einführung gibt es das Plugin bis morgen, Freitag den 31. Mai 2013 mit 40% Rabatt für 29,99 US-$ statt für 49,99 US-$. Bei der Bestellung muss einfach der Coupon-Code „claritynew“ eingegeben werden.

Das Plugin ist ein ziemlicher Spezialist und beschränkt sich auf zwei Funktionen. Die Haupt- und namensgebene Funktion ist an den Klarheitsregler von Lightroom angelehnt. Klarheit erhöht den Mikrokontrast eines Bildes und erhöht damit die Struktur und den Schärfeeindruck. Zusätzlich zum Mikrokontrast kann man in Clarity noch den Kontrast in bestimmten Tonwertbereichen separat steuern.

Die Einstellmöglichkeiten von Clarity.

Die Einstellmöglichkeiten im Bereich der Klarheit von Topaz Clarity.

Man kann das Plugin sowohl für dezente Strukturverbesserungen als auch für plakative Anpassungen mit HDR-Anmutung nutzen.

Eher dezente Bearbeitung zur Betonung der Mauerstruktur (auf das Bild klicken um größere Ansichten anzuzeigen)

Clarity Beispiel 2

Stärkere Bearbeitung – Anmutung Richtung HDR (auf das Bild klicken um größere Ansichten anzuzeigen)

Grundsätzlich gilt bei Verstärkung des Mikrokontrastes, dass damit auch das Rauschen des Bildes verstärkt wird. Deshalb sollte man Bilder vor Anwendung von Clarity ggf. entrauschen.

Durch die größere Anzahl an Einstellungsmöglichkeiten ergeben sich mehr Variationsmöglichkeiten als in Lightroom bzw. Adobe Camera Raw (ACR). Erfreulicherweise entstehen dabei auch bei starken Anpassungen praktisch keine Halos. In dem folgenden Beispiel sieht man das Orginalbild links ohne weitere Anpassungen, in der Mitte mit Lightroom-Klarheit 100% und Rechts mit Topaz-Clarity. Insbesondere im Bereich der Kirchenfenster und der Flagge rechts unten sieht man den zusätzlichen Punch durch das Topaz-Plugin.

VergleichKlarheitClarity-2

Ein Vergleich von Lightroom Klarheit mit Topaz Clarity (auf das Bild klicken um größere Ansichten anzuzeigen).

Die zweite Funktion von Clarity entspricht ziemlich genau dem HSL-Panel von Lightroom. Man kann hier für 8 Farbbereiche jeweils getrennt den Farbton, die Sättigung und die Helligkeit anpassen.

clarity-2

Die Einstellmöglichkeiten im Bereich des HSL-Filters von Topaz Clarity.

Auch der Topaz-HSL-Filter scheint den Extra-Kick gegenüber der Lightroomversion zu ermöglichen. Jedenfalls konnte ich bei dem Bild unten in Lightroom keinen so starken Effekt erzeugen, wie ich es mit dem Topaz-Filter gemacht habe. Ein weiterer Vorteil dieses Filters gegenüber der Version von Lightroom besteht in der Möglichkeit, dass er über eine Maske nur auf bestimmte Bildbereiche aufgetragen werden kann. So könnte man zum Beispiel nur den Himmel bearbeiten. Nachteilig ist die fehlende Pipette und der destruktive Ansatz. Die Maskierungsfunktion gibt es übrigens auch im Klarheitsmodul des Filters.

Das folgende Bild wurde lediglich mit dem HSL-Filter bearbeitet. Das Blau des Himmels wurde abgedunkelt und leicht entsättigt und das orange des Bodens aufgehellt.

Der HSL-Filter von Topaz-Clarity (auf das Bild klicken um größere Ansichten anzuzeigen)

Clarity gibt es für Windows und Mac. Es sollte mit allen Programmen, die Photoshop-Plugins nutzen können (also auch zum Beispiel in Photoshop Elements und Paintshop Pro) funktionieren. Auf der Webseite von Topaz Labs gibt es eine Kompatibilitätsliste. In Lightroom und Aperture benötigt man Topaz Fusion Express. Das ist ein Programm, das sich als Plugin in Lightroom / Aperture installiert und das Bild dann an die jeweiligen Topaz-Filter übergibt.

Mein persönliches Fazit:
Topaz-Clarity nimmt zwei Funktionen aus Lightroom, bohrt sie auf und verstärkt sie. Als großer Freund des Klarheitsreglers gefällt mir das Plugin ziemlich gut. Mir ist klar, dass die Beispiel-Bilder oben ziemlich extrem sind. Ich wollte damit aber auch nur zeigen, was möglich ist. Man muss ja nicht immer die Regler auf Anschlag ziehen.

Wer kein Lightroom/ACR hat, bekommt damit die Möglichkeiten zur Steuerung des Mikrokontrastes sowie einen praktischen HSL-Regler. Wer bereits Lightroom/ACR hat, bekommt zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten und kann die Effekte über das hinaus treiben, was mit dem Original möglich ist. Der Preis ist okay, vor allem wenn man das Plugin noch zum Einführungspreis bekommt. Wer das Plugin erst testen möchte, kann das mit einer 30 Tage-Testversion machen.

Topaz hat eine vorbildliche Update-Politik. Neue Versionen einer Software werden den Käufern der Vorversion kostenlos zur Verfügung gestellt.

Topaz veranstaltet regelmäßig Webinars für die eigene Software, Tipps zum Workflow und auch mal Allgemeines zur Fotografie. Die Webinars werden entweder eigenen Trainern oder von mehr oder minder bekannten Fotografen durchgeführt und sind meist sehenswert. (Tipp: Wenn man so ein Webinar mitmacht, bekommt man anschließend meist einen Rabatt-Coupon für diverse Topaz-Plugins).

Die Webinars werden anschließend auf dem Youtube-Channel von Topaz bereitgestellt. Hier lohnt sich auch mal ein Blick, insbesondere bevor man kauft.

Dies alles macht Topaz-Labs für mich zu einem sehr sympathischen Unternehmen, dessen Produkte ich meist deshalb schon eine Chance gebe.

Hinweis:
Ich stehe in keiner geschäftlichen Beziehung zu Topaz-Labs und habe keine Vergünstigungen, kostenfreie Software oder ähnliches erhalten. Ich nehme auch an keinem Affiliate-Programm teil.

 

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Qualtiätsprodukte

Die Originalhersteller (namentlich Canon) nutzen ja die Möglichkeit über Zubehör die Kunden nochmals übelst abzuzocken. So soll ein Stück Plastik, gespritzt in die Form einer Gegenlichtblende bei Amazon 35 Euro kosten (UVP 85 Euro!!!).

Aber nicht mit mir: Für gerade Mal einen 10er gibt’s einen China-Nachbau.

Gegenlichtblende am Objektiv angesetzt und eingerastet.

Gegenlichtblende am Objektiv angesetzt und eingerastet.

Ich muss sagen, ich war recht angetan von der Qualität. Es stimmte fast alles. Sogar die samtige Oberfläche auf der Innenseite der Gegenlichtblende war vorhanden. Echt kein Qualitätsunterschied zu einer Canon-Gegenlichtblende zu erkennen. Wenn der Hersteller jetzt noch das kleine Vignettierungsproblem in Griff bekommt, ist es perfekt.

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Die neue Creative-Cloud von Adobe: Eine Katastrophe für den Kunden

Diese Woche hat Adobe angekündigt, dass die Kreativsoftware der CS-Suite nicht mehr weiterentwickelt wird. Neue Versionen von Photoshop und Co. wird es nur noch noch im Abo der bereits seit einem Jahr erhältlichen Creative Cloud geben. Der Vorteil für den Kunden liegt auf der Hand: Statt alle 18 bis 24 Monate ein großes Update gibt es laufend kleine Updates, die neue Funktionen bringen. Ein konstanter Strom von Updates für den Nutzer, der immer mit der aktuellsten und performantesten Software arbeiten kann Das Ganze zu einem moderaten und kalkulierbaren Preis, der es auch Hobbyisten möglich macht, auf die Gesamtheit der Kreativprogramme zuzugreifen.

Quatsch!!! Wer das glaubt, bekommt seine Geschenke auch noch vom Weihnachtsmann.

Mit dem CC-Update dieses Jahr und vielleicht noch ein Update im nächsten Jahr kommt nochmal ein dickes Packet an neuen Funktionen, damit auch der letzte CS 6-Nutzer ins Abo wechselt. Dann wird Adobe die Weiterentwicklung der Software praktisch einstellen und nur noch Bugfixes (wenn überhaupt) bringen. Warum sollte Adobe denn noch viel Geld in die teure Entwicklung stecken, wenn die Kunden auch so jeden Monat Geld überweisen?

Mehr noch: Für weniger Leistung wird Adobe demnächst mehr Geld verlangen. Solange ich die Option habe ein Update mitzunehmen oder auszulassen, muss Leistung (Software) und Gegenleistung (Geld) in einem Verhältnis stehen, bei dem der Käufer den subjektiven Eindruck hat, dass er mehr bekommt als er ausgeben muss. So soll noch Nutzer geben, die mit Photoshop 7 zufrieden sind. Wenn es keine Entscheidung mehr gibt, ob ich kaufe oder nicht, dann ist auch der Preis irrelevant geworden. Also wird Adobe in absehbarer Zeit anfangen, die Preise zu erhöhen. Schließlich fehlt die Möglichkeit, sich mit der aktuellen Softwareversion zu bescheiden. Wenn man das Abo kündigt, ist man raus. Und da es praktisch keine Alternativen gibt ist man gefangen. Adobe nimmt den Kunden als Geisel.

Fazit: Die Einstellung des Einzelverkaufs der CS-Version und die Umstellung auf ein Abo-Modell werden dazu führen, dass auf mittlere Sicht die Weiterentwicklung der Software praktisch eingestellt wird und gleichzeitig die Preise drastisch erhöht werden. Adobe nimmt den Kunden als Geisel, weil es keine Alternative mehr gibt.

Sehr schön ist die Kritik in diesem Youtube-Video zusammengefasst.

 

 

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Weide der Hoffnung

Die Telekom will DSL-Flatrates und die Netzneutralität abschaffen. Hoffentlich greift die Politik noch rechtzeitig ein und verhindert das Schlimmste.

Weide der Hoffnung

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Lightroom 5 Beta

Soeben hat Adobe die erste Betaversion von Lightroom 5 veröffentlicht. Wie immer als offene Beta, also jeder kann sie runterladen – Hier –

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Nik-Software zum Discount Preis. Ein Grund zur Freude?

Als Google letztes Jahr die Firma Nik-Software Inc. gekauft hat, haben einige schon gewitzelt, dass es dann bald die ganzen Filter kostenlos gibt. Nun, ganz kostenlos gibt es die Programme nicht, aber mit 150 US-Dollar von ehemals ca. 500 Euro ist man schon recht nah. Das Bundle umfasst Dfine2, Viveza 2, HDR Efex Pro 2, Color Efex Pro 4, Silver Efex Pro 2 und Sharpener Pro 3. Damit erhält man alle Programme, die bisher unter dem Titel „Complete Collection“ im Handel war. Und zwar die richtige Collection, nicht die Light-Version, die nur in Lightroom/Aperture nutzbar war.

Nik Google Collection

Irgendjemand hat einmal sinngemäß gesagt, dass Google viele Millionen-Dollar-Märkte besetzt. Und dass diese Märkte vor dem Eintritt von Google Millarden-Dollar-Märkte waren. Da Goolge Produkte i.d.R. verschenkt und Werbung verkauft, hat es natürlich ein ganz anderes Geschäftsmodell, als Unternehmen, die ihre Produkte verkaufen müssen. Was das bedeutet, kann man an ehemals florierenden Unternehmen wie z.B. TomTom sehen. Wer kauft denn noch ein Navi, wenn jedes Smartphone eins eingebaut hat?

Bisher hatten die Nik-Produkte den Ruf, die Besten, aber auch die Teuersten am Markt zu sein. Das hat Nischen für andere Anbieter gelassen, die vielleicht nicht so gute Produkte hatten, aber zu einem günstigeren Preis auch nicht schlecht waren. Ich denke da an die sehr sympatische kleine Firma Topaz Labs oder aber auch an onOne-Software, die nun Beide mit ihren guten und bisher günstigen Produkten teurer sind als der Premium-Hersteller Nik. Ob es die beiden Firmen in einem Jahr noch gibt, wagt man da zu bezweifeln.

Aber genauso frage ich mich, wieviele Frühjahrsputze Viveza & Co. überstehen, denn wirklich gut passen die Nik-Produkte nicht in das Google-Portfolio. Wenn wir Pech haben, sind in einem Jahr Topaz und die anderen Pleite und in zwei Jahren macht Google Nik zu. Und am Ende bleiben nur mit Snapseed bearbeitete Handy-Fotos. Schöne neue Google-Welt.

P.S.: Natürlich habe ich mir heute die Collection für 150 US-Dollar gekauft

 

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Photokina 2012: der 5. Teil: Was bleibt?

So, die Pforten der Photokina sind geschlossen, der Zirkus ist weitergezogen und eine schöne aber auch anstrengende Woche ist vorbei. Zeit um für eine kurze rein subjektive Bewertung der Woche.

Messestress

Eine Messe schon anstrengend. Vor allem wenn man nach einem 13 Stunden Flug aus Asien direkt vom Flughafen zur Messe gekarrt wird (Foto: John Oechtering)

Was bleibt?

Erst mal natürlich all der ganze Kram, den man auf der Photokina gekauft hat. In meinem Fall  wäre dass eine Ringleuchte, ein USB3-Kartenlesegerät, eine Displaylupe für meine EOS 7D, ein Objektivdeckel und einmal das DxO Filmpack 3 Expert. Insgesamt also einiges. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Photokina keine Verkaufsmesse ist und die Aussteller, die traditionell am Sonntag ihre Ausstellungsstücke verkaufen wollten, in den letzten Jahren ziemlich Ärger bekommen haben. Dass in diesem Jahr so offen verkauft wurde, kann ich mir nur mit einem Sinneswandel der Messegesellschaft erklären.

Lustiger weise fehlte aber genau die Firma, die in den letzten Jahren eigentlich die einzigen waren, die legal verkaufen durften. Die Buchhandlung Lindemanns. Die Fachbücher haben die Verlage an ihren Ständen verkauft. Aber Lindemanns hatte auch immer eine große Auswahl an Bildbände. Ich fand’s schade, dass sie nicht da waren.

Aber trotz Messepreise hieß es, genau aufpassen. Ich war auch an einem Spyder4 zur Monitorkalibrierung interessiert. Der super günstige Messepreis (angeblich 50 Euro billiger als normal) war 15 Euro teurer als der Preis bei Amazon. Ich glaube, ich hätte mich geärgert.

Für mich persönlich war in diesem Jahr das Thema Licht, Lichtführung und Blitzen interessant. Direkt zugeschlagen habe ich dann bei einem Ringlicht, nach dem ich schon vor Jahren gesucht habe. Eigentlich wollte ich nur eine einfache Ausführung, aber bei den Internetversendern, bei denen ich sie seinerzeit gesehen habe, war sie etwa so teuer, wie die Luxusausführung mit drei schaltbaren Leuchtröhren, wie ich sie mir nun gekauft habe.

Ringleuchte

Die rechte Leuchte steht jetzt bei mir Zuhause.

Das besondere an einer Ringleuchte die schattenfreie Ausleuchtung sowie die charakteristische Augenreflexion. Ich hoffe, ich finde die Zeit, demnächst mal damit herumzuspielen.

Ausleuchtung mit Ringlicht

Das charakteristische Licht einer Ringleuchte (Modell: John Oechtering)

Interessant war auch der Aufsteck-Reflektor für Speedlites von Sunbounce. Wenn gerade keine weiße Wand zum indirekten Blitzen da ist, ist es eine unkomplizierte und schnelle Hilfe. Man sieht nur etwas seltsam aus, mit dem Gerüst unter der Kamera. Und typische Sunbounce: es ist vielleicht preiswert, aber definitiv nicht billig (vom Preis her, bzgl. der Verarbeitung kann ich nix sagen).

Bounce Wall

Bounce Wall von Sunbounce.

Spannend fand ich auch einmal Studio-Dauerlicht im Einsatz zu sehen. Die Firma Photoflex hatte gezeigt, wie man mit einem StarLite Kit, bestehend aus zwei Softboxen mit zwei Lampen bereits ansprechende Lichtsettings bauen kann. So ein Kit hätte man auf der Messe für 500 Euro mit nach Hause nehmen können. Von dem Kit habe ich jetzt kein Bild gemacht, sieht aus wie zwei Softboxen halt aussehen. Insgesamt fand ich es eine interessante und auch günstige Alternative zu ausgewachsenen Studioblitzen. Mal sehen, ob die in 2 Jahren wieder Messepreise machen.

Was habe ich vermisst

Heute sind die Zahlen der Messe veröffentlicht worden. Etwas mehr Besucher als vor vier Jahren, allerdings ging die Zahl der Aussteller von 1.251 auf 1.158 zurück (Quelle).

Abseits von den nackten Zahlen hatte ich auch schon auf der Messe selbst den Eindruck, dass es weniger war als vor zwei Jahren. Schmerzlich vermisst habe ich Adobe (die schon letztes Mal gefehlt haben, sich aber zumindest an einer Partnerbühne beteiligten), Nik-Software (selbstschuld, die hätten mir eine Plug-In-Collection verkaufe können) und Manfrotto hätte ich auch gerne gesehen (brauche jetzt ein stabiles Lampenstativ). Und dass die Buchhandlung Lindemanns nicht da war, fand ich sehr traurig (s.o.)

Zwar hatte Video2Brain einige bekannte Referenten eingeladen, aber der Zuschauerbereich war viel zu klein und konnte das vollständige Fehlen von Adobe nicht wettmachen.

Rahmenprogramm

Vor zwei Jahren hatte Guido Karp eine Reihe von bekannten Fotografen verschiedener Stilrichtungen angekarrt und jeder hat einen Tag Programm gemacht. Diesmal hat der österreichische Fotograf Manfred Baumann das Ganze als One-Man-Show abgezogen und dabei 3 Bereiche abgedeckt: Faces, Sexy Pin Up und Fine Nude Photography. Dabei hat sich gezeigt, dass man mit hübschen, leicht bekleideten Mädels eigentlich nicht viel falsch machen kann. Seine Vorstellungen waren immer sehr gut besucht.

Fotoshooting mit Manfred Baumann

Fotoshooting mit Manfred Baumann

Sex sells dachte sich auch ein anderer Aussteller, der für seinen Stand eine blondes Model, eine Motorrad und einen witzigen englischen Fotografen geordert hat. Es ging, glaub ich, um Eventfotografie.

Die Schöne und das Biest

Sue Cassidy und Mike Weeks

Keine Photokina ohne Bodypainting. Früher war es immer bei der Zeitschrift „Photografie“ bis deren damaliger Vertrieb pleiteging. Deshalb sprang vor zwei Jahren Pearl ein. Aber Pearl war dieses Jahr nicht auf der Messe und ich dachte schon, diesmal gäbe es kein Bodypainting. Aber nein irgendein Zubehörspezialist hatte erbarmen und ein Body-Paint Modell, dass er stundenlang über eine Drehscheibe laufen ließ. Vor dem Body-Paint Modell lief übrigens eine durchaus hübsche, aber angezogene junge Dame über die Scheibe. Da waren deutlich weniger Fotografen zugange.

Bodypainting

Keine Photokina ohne Bodypainting

Nun aber ernsthaft: Der Preis für die die Beste Standshow vergebe ich auch in diesem Jahr (zum 3. Mal in Folge) an Sigma. Wie auch bei den beiden vorherigen Messen gab es wieder 5 verschiedene Tanzshows.

Das Thema war diesmal eine Weltreise. Einem Fotograf wurde eine Sigma SD1 und ein Koffer voll Objektive in die Hand gedrückt und er wurde auf Weltreise geschickt. 50 Orte in 50 Wochen auf 5 Kontinente (macht 5 verschiedene Tanzshows). Vor jeder Show wurde soft erwähnt, dass die Sigma SD 1 46Megapixel hat, dass man es am Ende fast glaubt (auch wenn die Bilder der Kamera nur knapp 15 Megapixel haben.

Bollywood am Rhein

Bollywood am Rhein

 

Soweit von mir zur Photokina 2012 und auf Wiedersehen in 2014.

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Photokina 2012: der 4. Teil: Ein geliehenes Objektiv und eine geliehene Kamera

Testshoot Tamron 18-270mm

Testaufnahme mit Tamrom 18-270mm Objektiv (270mm – f 1/9 -1/250s – ISO 100 – etwas in Lightroom nachgeschärft) (Klicken für 1:1-Darstellung)

Das Schöne an der Photokina ist ja, dass man die Möglichkeit hat, alles mal in die Hand zu nehmen und auszuprobieren, oft sogar an der eigenen Kamera. Wobei die Aussagekraft von ein paar Probeschüsse mit einem 70-300mm Objektiv naturgemäß sehr gering ist. Man muss, trotz Imagestabilisator, ziemlich hohe ISO-Werte einstellen, was es dann schwer macht, die Bildqualität zu beurteilen. Manchmal kann man sich aber auch etwas für 1 oder 2 Stunden etwas ausleihen und damit über die Messe ziehen. Bei Tamrom konnte man sich das neue 18-270mm Objektiv mit Piezo-Drive und Imagestabilisator leihen und bei Olympus die aktuellen Pen- und OM-D-Kameras.

Ich fotografiere ja fast nur mit lichtstarken Zoom-Objektiven. Die sind schwer und haben nur einen geringen Zoombereich. Deshalb spiele ich ja insgeheim mit dem Gedanken, ob ich mir für den Urlaub oder unterwegs nicht ein Suppenzoom anschaffen soll. Aus diesem Grund hab ich mir mal für 2 Stunden das Tamron 18-270mm ausgeliehen. Mein Fazit: Unter optimalen Bedingungen kann man damit ansprechende Fotos machen. Solange man ausreichend Licht hat, dass man die Kamera etwas abblenden kann und trotzdem ohne Verwacklungsunschärfe fotografiert, sind die Aufnahmen recht gut (siehe oben). Der Imagestabilisator macht einen sehr guten Eindruck, während mir der Autofokus etwas lahm vorkommt. Brauchbar aber für Action und Sportaufnahmen sollte man sich vielleicht was anderes suchen. Sobald man den optimalen Bereich verlässt wird es allerdings schwierig mit dem Objektiv zu fotografieren. Dann fordert die maximale Lichtstärke von f 1/6,3 ihren Tribut. Auch die Verzeichnung ist teilweise ziemlich heftig, also auch eher nicht geeignet für Architekturfotografie. Aber das Leben ist ein einziger Kompromiss und man kann nicht alles haben. Ob für mich so ein Objektiv kommt, weiß ich aber immer noch nicht.

Testshoot mit Olympus OM-D

Olympus OM-D mit 45mm f1/1,8 (45mm – f1/2,0 – 1/125s – ISO 200 – etwas in Lightroom nachgeschärft) (Klicken für 1:1-Darstellung)

Die Olympus OM-D hingegen hat mich überrascht. Ich konnte sie bereits vor einigen Monaten mal testen. Allerdings mit dem Kit-Objektiv. Die Bilder haben mich nicht wirklich überzeugt. Deshalb habe ich mir diesmal ein anderes Objektiv zum Testen ausgesucht. Eine Festbrennweite mit 45mm und maximaler Blende f 1/1,8. Die meisten Bilder habe ich mit recht weit offener Blende gemacht, um die ISO-Werte unten zu lassen. Ich muss sagen, dass ich von der Bildqualität doch angetan bin. Da sieht man mal wieder, dass die beste Kamera ohne anständiges Objektiv nichts taugt.

Ich fotografiere 95% durch den Sucher. Nur wenn ich ein Stativ benutze, nutze ich Liveview. Aber das klappbare Touch-Display bei der OM-D fand ich klasse. Man kann es so einstellen, dass man auf eine Stelle tippt und der Autofokus stellt dorthin scharf und die Kamera löst aus. Dabei ist der Autofokus bei dem getesteten Objektiv auch ordentlich schnell. Ein Traum für Streetfotografen, die unauffällig fotografieren wollen. Aber auch das klassische Durch-den-Sucher-Fotografieren geht dank des recht ordentlichen elektronischen Suchers recht gut. Insgesamt glaube ich, dass ich mit der Kamera schon viel Spass haben könnte, wenn für mich ein Systemwechsel in Frage käme.

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