Photokina 2012: der 5. Teil: Was bleibt?

So, die Pforten der Photokina sind geschlossen, der Zirkus ist weitergezogen und eine schöne aber auch anstrengende Woche ist vorbei. Zeit um für eine kurze rein subjektive Bewertung der Woche.

Messestress

Eine Messe schon anstrengend. Vor allem wenn man nach einem 13 Stunden Flug aus Asien direkt vom Flughafen zur Messe gekarrt wird (Foto: John Oechtering)

Was bleibt?

Erst mal natürlich all der ganze Kram, den man auf der Photokina gekauft hat. In meinem Fall  wäre dass eine Ringleuchte, ein USB3-Kartenlesegerät, eine Displaylupe für meine EOS 7D, ein Objektivdeckel und einmal das DxO Filmpack 3 Expert. Insgesamt also einiges. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Photokina keine Verkaufsmesse ist und die Aussteller, die traditionell am Sonntag ihre Ausstellungsstücke verkaufen wollten, in den letzten Jahren ziemlich Ärger bekommen haben. Dass in diesem Jahr so offen verkauft wurde, kann ich mir nur mit einem Sinneswandel der Messegesellschaft erklären.

Lustiger weise fehlte aber genau die Firma, die in den letzten Jahren eigentlich die einzigen waren, die legal verkaufen durften. Die Buchhandlung Lindemanns. Die Fachbücher haben die Verlage an ihren Ständen verkauft. Aber Lindemanns hatte auch immer eine große Auswahl an Bildbände. Ich fand’s schade, dass sie nicht da waren.

Aber trotz Messepreise hieß es, genau aufpassen. Ich war auch an einem Spyder4 zur Monitorkalibrierung interessiert. Der super günstige Messepreis (angeblich 50 Euro billiger als normal) war 15 Euro teurer als der Preis bei Amazon. Ich glaube, ich hätte mich geärgert.

Für mich persönlich war in diesem Jahr das Thema Licht, Lichtführung und Blitzen interessant. Direkt zugeschlagen habe ich dann bei einem Ringlicht, nach dem ich schon vor Jahren gesucht habe. Eigentlich wollte ich nur eine einfache Ausführung, aber bei den Internetversendern, bei denen ich sie seinerzeit gesehen habe, war sie etwa so teuer, wie die Luxusausführung mit drei schaltbaren Leuchtröhren, wie ich sie mir nun gekauft habe.

Ringleuchte

Die rechte Leuchte steht jetzt bei mir Zuhause.

Das besondere an einer Ringleuchte die schattenfreie Ausleuchtung sowie die charakteristische Augenreflexion. Ich hoffe, ich finde die Zeit, demnächst mal damit herumzuspielen.

Ausleuchtung mit Ringlicht

Das charakteristische Licht einer Ringleuchte (Modell: John Oechtering)

Interessant war auch der Aufsteck-Reflektor für Speedlites von Sunbounce. Wenn gerade keine weiße Wand zum indirekten Blitzen da ist, ist es eine unkomplizierte und schnelle Hilfe. Man sieht nur etwas seltsam aus, mit dem Gerüst unter der Kamera. Und typische Sunbounce: es ist vielleicht preiswert, aber definitiv nicht billig (vom Preis her, bzgl. der Verarbeitung kann ich nix sagen).

Bounce Wall

Bounce Wall von Sunbounce.

Spannend fand ich auch einmal Studio-Dauerlicht im Einsatz zu sehen. Die Firma Photoflex hatte gezeigt, wie man mit einem StarLite Kit, bestehend aus zwei Softboxen mit zwei Lampen bereits ansprechende Lichtsettings bauen kann. So ein Kit hätte man auf der Messe für 500 Euro mit nach Hause nehmen können. Von dem Kit habe ich jetzt kein Bild gemacht, sieht aus wie zwei Softboxen halt aussehen. Insgesamt fand ich es eine interessante und auch günstige Alternative zu ausgewachsenen Studioblitzen. Mal sehen, ob die in 2 Jahren wieder Messepreise machen.

Was habe ich vermisst

Heute sind die Zahlen der Messe veröffentlicht worden. Etwas mehr Besucher als vor vier Jahren, allerdings ging die Zahl der Aussteller von 1.251 auf 1.158 zurück (Quelle).

Abseits von den nackten Zahlen hatte ich auch schon auf der Messe selbst den Eindruck, dass es weniger war als vor zwei Jahren. Schmerzlich vermisst habe ich Adobe (die schon letztes Mal gefehlt haben, sich aber zumindest an einer Partnerbühne beteiligten), Nik-Software (selbstschuld, die hätten mir eine Plug-In-Collection verkaufe können) und Manfrotto hätte ich auch gerne gesehen (brauche jetzt ein stabiles Lampenstativ). Und dass die Buchhandlung Lindemanns nicht da war, fand ich sehr traurig (s.o.)

Zwar hatte Video2Brain einige bekannte Referenten eingeladen, aber der Zuschauerbereich war viel zu klein und konnte das vollständige Fehlen von Adobe nicht wettmachen.

Rahmenprogramm

Vor zwei Jahren hatte Guido Karp eine Reihe von bekannten Fotografen verschiedener Stilrichtungen angekarrt und jeder hat einen Tag Programm gemacht. Diesmal hat der österreichische Fotograf Manfred Baumann das Ganze als One-Man-Show abgezogen und dabei 3 Bereiche abgedeckt: Faces, Sexy Pin Up und Fine Nude Photography. Dabei hat sich gezeigt, dass man mit hübschen, leicht bekleideten Mädels eigentlich nicht viel falsch machen kann. Seine Vorstellungen waren immer sehr gut besucht.

Fotoshooting mit Manfred Baumann

Fotoshooting mit Manfred Baumann

Sex sells dachte sich auch ein anderer Aussteller, der für seinen Stand eine blondes Model, eine Motorrad und einen witzigen englischen Fotografen geordert hat. Es ging, glaub ich, um Eventfotografie.

Die Schöne und das Biest

Sue Cassidy und Mike Weeks

Keine Photokina ohne Bodypainting. Früher war es immer bei der Zeitschrift „Photografie“ bis deren damaliger Vertrieb pleiteging. Deshalb sprang vor zwei Jahren Pearl ein. Aber Pearl war dieses Jahr nicht auf der Messe und ich dachte schon, diesmal gäbe es kein Bodypainting. Aber nein irgendein Zubehörspezialist hatte erbarmen und ein Body-Paint Modell, dass er stundenlang über eine Drehscheibe laufen ließ. Vor dem Body-Paint Modell lief übrigens eine durchaus hübsche, aber angezogene junge Dame über die Scheibe. Da waren deutlich weniger Fotografen zugange.

Bodypainting

Keine Photokina ohne Bodypainting

Nun aber ernsthaft: Der Preis für die die Beste Standshow vergebe ich auch in diesem Jahr (zum 3. Mal in Folge) an Sigma. Wie auch bei den beiden vorherigen Messen gab es wieder 5 verschiedene Tanzshows.

Das Thema war diesmal eine Weltreise. Einem Fotograf wurde eine Sigma SD1 und ein Koffer voll Objektive in die Hand gedrückt und er wurde auf Weltreise geschickt. 50 Orte in 50 Wochen auf 5 Kontinente (macht 5 verschiedene Tanzshows). Vor jeder Show wurde soft erwähnt, dass die Sigma SD 1 46Megapixel hat, dass man es am Ende fast glaubt (auch wenn die Bilder der Kamera nur knapp 15 Megapixel haben.

Bollywood am Rhein

Bollywood am Rhein

 

Soweit von mir zur Photokina 2012 und auf Wiedersehen in 2014.

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Photokina 2012: der 4. Teil: Ein geliehenes Objektiv und eine geliehene Kamera

Testshoot Tamron 18-270mm

Testaufnahme mit Tamrom 18-270mm Objektiv (270mm – f 1/9 -1/250s – ISO 100 – etwas in Lightroom nachgeschärft) (Klicken für 1:1-Darstellung)

Das Schöne an der Photokina ist ja, dass man die Möglichkeit hat, alles mal in die Hand zu nehmen und auszuprobieren, oft sogar an der eigenen Kamera. Wobei die Aussagekraft von ein paar Probeschüsse mit einem 70-300mm Objektiv naturgemäß sehr gering ist. Man muss, trotz Imagestabilisator, ziemlich hohe ISO-Werte einstellen, was es dann schwer macht, die Bildqualität zu beurteilen. Manchmal kann man sich aber auch etwas für 1 oder 2 Stunden etwas ausleihen und damit über die Messe ziehen. Bei Tamrom konnte man sich das neue 18-270mm Objektiv mit Piezo-Drive und Imagestabilisator leihen und bei Olympus die aktuellen Pen- und OM-D-Kameras.

Ich fotografiere ja fast nur mit lichtstarken Zoom-Objektiven. Die sind schwer und haben nur einen geringen Zoombereich. Deshalb spiele ich ja insgeheim mit dem Gedanken, ob ich mir für den Urlaub oder unterwegs nicht ein Suppenzoom anschaffen soll. Aus diesem Grund hab ich mir mal für 2 Stunden das Tamron 18-270mm ausgeliehen. Mein Fazit: Unter optimalen Bedingungen kann man damit ansprechende Fotos machen. Solange man ausreichend Licht hat, dass man die Kamera etwas abblenden kann und trotzdem ohne Verwacklungsunschärfe fotografiert, sind die Aufnahmen recht gut (siehe oben). Der Imagestabilisator macht einen sehr guten Eindruck, während mir der Autofokus etwas lahm vorkommt. Brauchbar aber für Action und Sportaufnahmen sollte man sich vielleicht was anderes suchen. Sobald man den optimalen Bereich verlässt wird es allerdings schwierig mit dem Objektiv zu fotografieren. Dann fordert die maximale Lichtstärke von f 1/6,3 ihren Tribut. Auch die Verzeichnung ist teilweise ziemlich heftig, also auch eher nicht geeignet für Architekturfotografie. Aber das Leben ist ein einziger Kompromiss und man kann nicht alles haben. Ob für mich so ein Objektiv kommt, weiß ich aber immer noch nicht.

Testshoot mit Olympus OM-D

Olympus OM-D mit 45mm f1/1,8 (45mm – f1/2,0 – 1/125s – ISO 200 – etwas in Lightroom nachgeschärft) (Klicken für 1:1-Darstellung)

Die Olympus OM-D hingegen hat mich überrascht. Ich konnte sie bereits vor einigen Monaten mal testen. Allerdings mit dem Kit-Objektiv. Die Bilder haben mich nicht wirklich überzeugt. Deshalb habe ich mir diesmal ein anderes Objektiv zum Testen ausgesucht. Eine Festbrennweite mit 45mm und maximaler Blende f 1/1,8. Die meisten Bilder habe ich mit recht weit offener Blende gemacht, um die ISO-Werte unten zu lassen. Ich muss sagen, dass ich von der Bildqualität doch angetan bin. Da sieht man mal wieder, dass die beste Kamera ohne anständiges Objektiv nichts taugt.

Ich fotografiere 95% durch den Sucher. Nur wenn ich ein Stativ benutze, nutze ich Liveview. Aber das klappbare Touch-Display bei der OM-D fand ich klasse. Man kann es so einstellen, dass man auf eine Stelle tippt und der Autofokus stellt dorthin scharf und die Kamera löst aus. Dabei ist der Autofokus bei dem getesteten Objektiv auch ordentlich schnell. Ein Traum für Streetfotografen, die unauffällig fotografieren wollen. Aber auch das klassische Durch-den-Sucher-Fotografieren geht dank des recht ordentlichen elektronischen Suchers recht gut. Insgesamt glaube ich, dass ich mit der Kamera schon viel Spass haben könnte, wenn für mich ein Systemwechsel in Frage käme.

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Photokina 2012: der 3. Tag – Die janze Welt ist eene Wolke.

Gestern habe ich die liegen gebliebenen Trends von der letzten Photokina aufgearbeitet. Aber was sind die neuen Trends?

Zu allererst: Geld spielt keine Rolle. Wenn der Massenmarkt zukünftig von den Handy-Herstellen bedient wird, müssen sich die traditionellen Hersteller in der Nische der hochwertigen, technisch wie optisch execelenten Kameras breit machen. Da sind die Margen auch höher und möglicherweise gibt es genug Leute, die auch bereit das zu bezahlen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass z.B. die neue 5D mal locker 900 Euro gegen über dem Vorgänger teurer ist, die Preise für die Nachfolger von bestimmten Objektiven knapp verdoppelt und eine Vollformatkamera mit Einsteigeranmutung für 2.000 Euro anbietet. In die gleiche Kerbe schlägt Sony, die mit der DSC-RX1 eine Kompaktkamera mit einen Vollformatsensor und einer 35mm Festbrennweite mit Blende 2,0 anbietet. Der Sensor dürfte der Selbe sein, den Nikon und Sony in ihren Vollformat-DSLRs verbauen. Ohne Bilder gesehen zu haben, gehe ich davon aus, dass gemachten Fotos brillant sein werden. Der Preis: schlanke 3.000 Euro.

Sony DSC - RX 1

Die Vollformat-„Kompakte“ von Sony von vorne …

Sony DSC - RX 1

… und von der Seite. Hätte man gleich mit Wechselobjektiv machen können.

In die selbe Kerbe schlägt Sigma, die ihre Kompakten APS-C-Kameras mit dem aktuellen Foveon-Sensor ausgestattet haben und die dafür nun gerne ca. 1.000 Euro hätten. Ebenso Fuji wo die Preise für die X-E1, die X100 und die X-Pro1 ja auch erst bei ca. 1.000 Euro anfangen.

Fuji X-E1

Die Fuji X-E1, die „billige“ der beiden Evil-Kameras von Fuji. Auf den Hybrid-Sucher wird verzichtet.

Ich frage mich wirklich, ob die Nische wirklich breit genug ist für alle Anbieter, die nun darein drängen. Ich habe so meine Zweifel. Besonders gespannt bin ich, ob wir in zwei Jahren noch was von der Hasselblad Lunar hören.

Zweiter Trend: Action-Kameras. Jede Firma, die sich nicht zutraut, in dem Premiumsegment mitzumischen, bietet Action-Kameras an. Wahrscheinlich bekommt man diese kleinen Videokameras, die man sich an Helm, Lenker oder sonst wo hinsteckt,  in China billig in großen Stückzahlen. Eigenes Label drauf und fertig ist die Laube. Selbst Minnox bietet inzwischen welche an. Ich muss ja zugeben, auch ich habe kurz damit geliebäugelt. Aber dann ist mir eingefallen, dass ich weder Motorrad noch Fahrrad fahre, kein Bungee-Jumping und kein Fallschirmspringen mache und dass beim spaziergehen ein Helm albern aussieht. Ich denke, dass wir auch in Zukunft noch viel von diesem Kameras sehen werden, schließlich will sich ja jeder, der etwas Spektakuläres macht auch spektakulär in Szene setzen.

Action-Cam

Hier die Action-Cam von Minox. Die anderen sehen genau so aus. Oder anders, jedenfalls kann man sie sich an den Helm stecken. Oder woanders hin.

Dritter Trend: Die Cloud. Bilder mittels Wifi direkt aufs Smartphone und dann auf Facebook. Am konsequentesten umgesetzt mit der Samsung Galaxy Kamera. Aber selbst der nette Mitarbeiter von Pentax, der sich 10 minuten Zeit gegeben hat mir zu erklären, warum die Q10 eine tolle Kamera ist, hat darauf hingewiesen, dass die Q10 ja über Eye-Fi-Karten auch direkt ins Netz funken kann. Und natürlich gibt es auch Action-Cams mit eingebauten Wifi, die dann zum Beispiel das Smartphone als Monitor nutzen.

Aber auch die die Fotoverwaltung, Bearbeitung und Archivierung soll demnächst in die Datenwolke. Canon hat derzeit unter http://www.project1709.com/ einen neuen Dienst in der Betaphase, der eine Art Lightroom in der Cloud ist. Zumindest was die Datenbankfunktionalität betrifft. Raw-Daten kann er zwar auch lesen und speichern, hält sich aber bei der Entwicklung an die Kameravorgaben (wahrscheinlich liest der Dienst das eingebettete Vorschaubild aus).

Meine Frage, wie ich meine 2TB an Raw-Daten in die Cloud bekomme konnte mir der nette Herr von Canon nicht schlüssig beantworten. Aber zumindest versicherte er mir, dass meine Daten sicher sind. Sie würden parallel in drei Rechenzentren in Europa abgelegt und würden auch Europa nicht verlassen. Als Dienstleister für das Hosting tritt übrigens Microsoft auf (da war doch was mit Microsoft und Fotos in der Cloud). Grundsätzlich muss sich jeder überlegen, inwieweit er der Cloud private Daten anvertraut. Ich habe mich jedenfalls mal für den Betatest angemeldet und werde morgen mal ein paar Aktbilder, die ich heute gemacht habe, hochladen. Schauen wir mal, ob sie mich rausschmeißen. Preise und Startdatum gibt es noch nicht.

Apropos Aktbilder. Zum Schluss noch etwas mit einem echten Mehrwert. In diesem Jahr gibt es wieder eine große Bühne auf der ein bekannter Fotograf Liveshootings macht. Diesmal ist es Manfred Baumann, der normalerweise Prominente und nackte Frauen fotografiert. Anscheinend wollten keine Prominenten zur Photokina. Egal. Er hat jeweils zwei Workshops pro Tag, je nachdem Faces, sexy Pin-Up oder Fine Nude Photography (Freitag gibt’s nur Faces).

Modell

Letzte Vorbereitungen vor dem Fotoshooting. Das Model wird geschminkt und dann geht es los.

Bei jedem Workshop dürfen 15 Interessierte zu ihm auf die Bühne und mit seinem Licht fotografieren. Man bekommt einen Funkauslöser und hat dann jeweils ein paar Minuten das Modell für sich alleine. Die ersten 15, die sich morgens melden, bekommen die Karten für die Workshops. Alle anderen dürfen zwar auch fotografieren, müssen aber vom Rand der Bühne ihre Bilder machen und sich um die guten Plätze prügeln. Wenig überraschend, sind die Karten sofort weg. Um doch noch eine Karte zu bekommen, muss man folgendes tun: Früh da sein. Mindestens um eine halbe Stunde vor Öffnung der Messe muss man zum Eingang Nord kommen, damit man einen Platz direkt an dem Drehkreuz bekommt. Wenn man nicht ganz vorne steht, keine Chance. Der Eingang Süd, direkt am Bahnhof, ist zuweit weg. Eingang Ost könnte vielleicht auch funktionieren, da kenn ich aber den Weg nicht. Wenn die Messe um 10 Uhr öffnet, werden wahrscheinlich zwei Österreicher, die neben dir gestanden haben, losrennen. Dennen rennst Du hinterher. Wenn die beiden Österreicher nicht da sind, irgendjemand anderes hinterher rennen. Ziel ist die Halle 9 und dort bis zum Ende. Da ist eine recht große Bühne aufgebaut und es gibt einen Infostand, wo jemand Karten verteilt. Mit dieser Taktik bekam ich heute Karte Nummer 11 von 15. Samstag wird es voller.

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Photokina 2012: der 2. Tag – Was von der letzten Photokina liegen geblieben ist.

Da ich mir in den letzten Jahren immer eine Dauerkarte für die Photokina geleistet habe, erlaube ich mir den Luxus, die Messe vollkommen unvorbereitet zu besuchen und am ersten Tag einfach durch die Messehallen zu laufen und zu schauen, was es alles Schönes gibt. Welche Trends gibt es diesmal, welche Trends haben von der letzten Photokina überlebt? Welche Firmen sind da und welche nicht? Und allem voran, was ist von der letzten Photokina übriggeblieben?

Wenn ich an die Photokina 2010 zurück denke, dann gab es zwei Sachen, mit denen ich nichts anfangen konnte. 3D und Handyfotos.

Vor zwei Jahren war 3D ein großes Thema. Panasonic hatte fast den gesamten Messestand unter das Thema 3D gestellt und auch bei Sony und Fuji war es prominent präsentiert. Diesmal findet 3D bei den großen Anbietern praktisch nicht statt. Finde ich nicht schade, mich persönlich hat 3D nicht gereizt. Die anderen potentiellen Kunden offensichtlich auch nicht.

Kein richtiger Trend auf der letzten Photokina, aber zumindest bereits in einigen Vorträgen präsent war das Fotografieren mit Handys. Für mich hatte das damals nichts mit Fotografie zu tun. Total fehl am Platze auf einer Messe, die sich vor allem an Hobby-Enthusasten richtet, die ein Vermögen für Ausrüstung ausgeben und an Profis, mit zuverlässigem Handwerkszeug ein perfektes Ergebnis anstreben. Mit dieser Einschätzung lag ich wohl falsch. Nun mag meine Abneigung auch daran liegen, dass mein HTC-Smartphone die schlechteste 5Megapixel-Kamera hat, die man sich vorstellen kann. Inzwischen hat sich HTC dem Thema Kamera angenommen und ist sogar mit einem eigenen Stand auf der Photokina vertreten. Darüber hinaus sponsert HTC sogar eine Bühne, die sich mit dem Thema mobiles Fotografieren beschäftigt.

HTC

HTC auf der Photokina

Ich sehe immer noch nicht, dass ich demnächst mein Hobby mit einem Handy frönen werde. Aber dass Handys die bisherigen Kompaktkameras überflüssig machen werden, denke ich schon. Insofern ist es nur konsequent, dass nun auch Samsung mit der Galaxy Camera eine Mischung aus einem kleinen Android-Tablet und Kompaktkamera bringt.  Außer telefonieren kann man alles machen, was man auch mit einem Android-Smartphone macht. Neben WiFi hat es sogar ein UMTS-Modul. Jetzt ist es endlich möglich, anständige Fotos mit einer richtigen Kamera (mit optischen Zoom!) zu machen und sofort zu Twitter, Facebook und Youtube zu übertragen. Wenn man mit der nächsten Gerätegeneration auch noch telefonieren kann, ist das Ding gekauft.

Samsung Galaxy Camera

Die Samsung Galaxy Camera von vorne …

Samsung Galaxy Camera

… und von hinten.

Ein weiterer Trend von der letzten Photokina: Spiegellose Systemkameras (EVIL – electronic Viewfinder interchangeable Lens) .

PEN-Designstudie

Damit fing alles an. Eine Designstudie für eine spiegellose Systemkamera auf der Photokina 2008

Die Systemkameras wurden bekanntlich aus der Not geboren, dass neben Canon und Nikon die anderen Hersteller bei den relativ teurn DSLRs keinen Fuß auf den Boden bekamen. Es war abzusehen, dass man mit den kleinen und billigen Kompaktkameras mittelfristig kein Geschäft mehr machen kann. Also musste was Neues her. Spiegellose Systemkameras. Damit konnte man Canon und Nikon angreifen. Inzwischen mussten auch die beiden Platzhirsche nachziehen und haben zähneknirschend EVIL-Kameras ins Sortiment genommen. Während Panasonic und Olympus eine meiner Meinung nach eine ziemlich kluge Strategie fahren und einige attraktive Gerate anbieten, haben andere Anbieter doch einige kuriose Sachen im Angebot.

Pentax hat die kleinste und vielleicht auch die größte EVIL-Kamera im Angebot. Mit der Q10 wurde die Miniaturisierung ins Extrem getrieben. Während man bei den anderen Herstellern versucht, ein kleines Gehäuse um einen großen Sensor zu bauen, hat man bei der Q10 ein winziges Gehäuse um einen winzigen Sensor gebaut. Winzige Objektive inbegriffen. Angeblich soll es aber einen Adapter für Objektive mit dem K-Bajonett geben.

Pentax Q10

Pentax Q10: Die wahrscheinlich kleinste Systemkamera der Welt

Auf der anderen Seite hat Pentax eine EVIL-Kamera, an der die Spiegelreflex-Objektive ohne Adapter passen. Das führt dazu dass der Objektiv-Sensorabstand unverändert bleibt. Man hat zwar keinen Spiegel mehr, den Spiegelkasten aber sehr wohl noch. Damit ist das ganze Gehäuse kaum kleiner als eine DSLR.

Pentax K-01

Pentax K-01: eine der größten spiegellosen Systemkameras der Welt.

Auch Hasselblad sich inzwischen sein Glück im Segment der hochpreisigen Systemkameras. Nach dem Motto „Pimp my Camera“ wird eine Sony NEX mit etwas Titan und edlen Hölzern aufgehübscht und soll dann unter dem Namen Lunar an vermögende Kunden verkauft werden. Ich meine, ich hätte was von 5.000 Euro im Ohr.

Hasselblad Lunar

Die Lunar von Hasselblad. Vielleicht die teuerste spiegellose Systemkamera der Welt.

So richtig konnte mich das Design noch nicht überzeugen. Ich finde die Kamera nicht schön (vorsichtig ausgedrückt). Und dass die Titanknöpfe ein Leben lang halten, kann mich bei einer Kamera, die spätestens in 3 Jahren technisch total überholt ist, auch nicht wirklich überzeugen. Aber wahrscheinlich bin ich einfach ein Banause.

Soweit für heute. Morgen gibt’s dann mehr interessante, kuriose und nützliche, große und kleine Dinge von der Photokina.

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Photokina 2012: der 1. Tag – Hands on Canon EOS 6D

Photokina 2012. Wie auch in den Vorjahren werde ich in den nächsten Tagen hier über meine Messeeindrücke bloggen. Heute entsprechend meiner ganz persönlichen Interessenlage etwas Canon EOS 6D lastig.

Einen Tag nachdem Canon die EOS 6D angekündigt hat, gab es bereits die Gelegenheit, die EOS 6D in die Hand zu nehmen. Und hier ist mein erster Eindruck. Keine Aussage zu der Bildqualität, zu den technischen Daten oder sonst was. Nur in die Hand genommen und durch den Sucher geschaut:

Der erste Eindruck: Eine EOS 60D ohne Motivprogramme und mit dem lausigen Autofokusmodul der EOS 5D Mk II. Für 2.000 Euro.

Canon EOS 6D

Canon EOS 6D

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Canon EOS 6D ist öffentlich (Update) – Vollformatkamera mit eingebautem GPS und Wifi

Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, vor/auf der Photokina kommt ein weitere Vollformatkamera, die die Lücke zwischen der EOS 7D und der EOS 5D MKIII schließen soll. Die Canon EOS 6D.

Auf der japanischen Seite ist sie jetzt angekündigt:

http://cweb.canon.jp/newsrelease/2012-09/pr-eos6d.html.

http://cweb.canon.jp/eos/lineup/6d/index.html

Die ersten Bilder gingen ja auch schon durchs Netz. Darauf war zu sehen, dass die EOS 6D keinen eingebauten Blitz hat, was ich etwas bedauerlich finde, da ich ihn bei der EOS 7D gerne zur Steuerung von Slave-Blitzen genutzt habe. Dafür hat die Kamera ein eingebautes GPS-Modul und ein WiFi-Modul. Das wieder um ist sehr praktisch, denn die bisher musste man beides über externe Module nachrüsten, was sehr teuer ist.

Spannend wird es noch bei frage des Verschlusses. Hier wiedersprachen sich die Gerüchte in den letzten Tagen. Zum einen hieß es, die Kamera hätte einen kürzeste Verschlusszeit von 1/4000s und eine Blitzsyncronzeit von 1/180s, also etwa wie die (dafür viel gescholtene) Nikon D600. Gestern hies es dann es gäbe doch 1/8000s. Leider gibt die japanische Webseite diesbezüglich noch nichts her.

Da mein Japanisch eher nicht so gut ist, hier einmal die Spezifikationen übersetzt von Google:

Feature

  • Der weltweit leichteste Wechselobjektiv digitalen SLR-Kameras mit 35mm full-size Bildaufnahmeeinrichtung gleichwertige Einrichtung vorhanden ※ 1 erreicht (nur Gehäuse) 680g die etwa
  • Neu entwickelte 35mm voller Größe CMOS-Sensor mit ca. 20,2 Millionen Pixel
  • (: 51200 H2: 102400 H1 erweiterten ISO-Empfindlichkeit) von 100 bis 25.600 ISO-Empfindlichkeit regelmäßigen
  • Entfernen Sie Rauschen in High-Speed-Bildverarbeitung. DIGIC 5 + Image-Engine
  • Erzielen Sie eine low-intensity limit-3EV ※ 2 11-Punkt-Autofokus ein neu entwickeltes
  • 4,5 Sekunden von Serienaufnahmen frames / bis ca.. Stille Shooting kann auch
  • Erste EOS. Built-in GPS-und Wi-Fi-kompatiblen Wireless-LAN-Funktion
  • / High Dynamic Range Modus Mehrfachbelichtung Aufnahmefunktion
  • Reduction Funktion / multi-shot noise Handheld Nacht bis die Dreharbeiten unterstützt
  • Kann die schöne bokeh nutzen. Full HD Video-Funktionalität
  • ※ 1Stand zum Zeitpunkt der 13. September 2012. Canon untersucht.
  • ※ 2im zentralen AF-Messfeld.

Mehr, wenn die amerikanische und die englische Webseite nachzieht.

[Update:]

Auch auf der deutschen Seite von Canon gibt es inzwischen eine Unterseite für die EOS 6D:

http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_6D/

Pressemitteiligung Canon USA

http://www.usa.canon.com/cusa/about_canon?pageKeyCode=pressreldetail&docId=0901e0248065d8c4

Der Link mit den Spezifikationen ist zwar schon gesetzt funktioniert aber noch nicht (10:57)

http://www.usa.canon.com/cusa/consumer/products/cameras/slr_cameras/eos_6d

Hier Canon Ausralien (Englisch 😉

http://www.canon.com.au/About-Canon/News-Events/News-Press-Releases/~/media/News/IMR-EOS6D/Canon-EOS-6D-Press-Release-AU.ashx

[/Update]

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Canon EOS 7D – Firmwareupdate ist da (Update)

Vor einiger Zeit hat Canon ein Firmwareupdate für die EOS 7D auf die Version 2.0 angekündigt, dass unter anderem die maximale Zahl der mit voller Geschwindigkeit gemachten Serienbilder deutlich erhöht und die EOS 7 D mit dem neuen GPS-Empfänger GP-E2 kompatibel macht.

Die neue Firmware ist inzwischen auf der Seite von Canon USA erhältlich. Leider nur in den Sprachen Englisch, Spanisch, Französich, Japanisch und Chinesisch. Auf der Downloadseite von Canon Deutschland gibt es derzeit (7. August 2012 7:30 Uhr) noch die Version 1.25, so dass die Kunden, die Wert auf eine deutschsprachige Firmware legen, noch etwas warten müssen. inzwischen (7. August 2012 19:30) auch die internationale Version für Windows und MacOS zum Download.

Allerdings bezieht sich die Sprachenangabe nur auf die Installationsanleitung. Die Menüs sind auch nach der (englischen) Installationsroutine weiterhin in Deutsch.

 

 

 

 

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Lightroom: Farbkreis als Bedienfeldendmarken

Adobe Produkte sind häufig sehr flexible konfigurierbar. Manchmal hab ich aber den Eindruck, dass einige Einstellmöglichkeiten nun wirklich überflüssig sind. Zum Beispiel die „Bedienfeldendmarken“. Diese komischen Schnörkel jeweils am Ende des rechten und linken Panels. Nicht nur, dass es mehrere unterschiedliche Schnörkel gibt, aus denen man auswählen kann, man kann sogar eigene Bilder als  Bedienfeld einstellen. „Was für ein  Scheiß“ hab ich mir gedacht und diese Funktionalität wieder vergessen. Bis ich drüben, im Lightroom-Blog bei Michael Müller, eine richtig gute Idee gesehen habe. Nämlich Farbkreise als Bedienfeldendmarken. Nicht zuletzt, seit dem man in Lightroom 4 Gradationskurven auf die einzelnen Farbkanäle zugreifen kann. Gelbstich? Ein Blick auf den Farbkreis und man weiß, dass man über den Blaukanal korrigieren kann.

Mein Lightroom mit Farbkreis als Bedienfeldendmarke

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Lightroom 4.1 erschienen

Heute Nacht erschien die finale Version von Lightroom 4.1 nachdem im Vorfeld bereits zwei Release-Kandidaten veröffentlicht wurden.

Eine Liste der Neuerungen/Änderungen sowie einen Downloadlink gibt es hier. Wesentliche Änderunge sind der Bug-Fix für den fehlerhaften bzw. fehlenden Import von Graduationskurven bei der Konvertierung von Lightroom 3-Katalogen, die Möglichkeit nun auch Tiff-Dateien mit 32-bit Farbtiefe einzulesen und zu bearbeiten sowie das neue Tool zur Bearbeitung von Farbsäumen.

Parallel mit Lightroom 4.1 ist die korrespondierende Version von ACR für Photoshop CS6 sowie den DNG-Konverter erschienen. Info und Download gibt es hier.

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Adobe Lightroom 4.1 Releasekandidat erschienen

Wie angekündigt, ist tatsächlich noch in dieser Woche der Releasekandidat für Lightroom 4.1 erschienen.

Lightroom 4.1 stellt die Gradationskurven wieder her, die bei dem Upgrade von Lightroom 3-Katalogen nicht berücksichtigt wurden. Darüber hinaus sollen u.a. Performanceprobleme, die unter bestimmten Umständen aufgetreten sind, gelöst sowie Probleme bei der Übergabe von Bildern an externe Editoren behoben worden sein. Darüber hinaus unterstützt Lightroom nun auch RAW-Dateien der Canon EOS 5D Mark III.

Die gesamten Patchnotes finden sich auf der Seite vom Lightroom Journal, dem offiziellen Lightroom-Blog von Adobe. Ich habe den Eindruck, dass die Patchnotes für ein .x-Release recht kurz sind. Offensichtlich hat man sich entschieden, sehr schnell das erste Update zu veröffentlichen. Vor dem Hintergrund der Schwere, insbesondere des Gradationskurven-Bugs, eine sehr sinnvolle Entscheidung.

Die heute Veröffentliche Version ist nicht die finale Version. Adobe veröffentlicht bei Lightroom immer Releasekandidaten. Darunter versteht Adobe eine Programmversion, die grundsätzlich bereits getestet und als fertig befunden wurde, jedoch vor der endgültigen Veröffentlichung aber noch einmal in einem breiteren Kreis geprüft werden soll. Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass man Releasekandidaten auch im „Echt“-Einsatz gut nutzen kann.

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